Sonntag, 8. November 2015

Halloween

Ja auch in Amerika wird Halloween gefeiert, wer hätte das gedacht :D Neben Weihnachten ist es auch glaube ich einer der größten Feiertage im ganzen Jahr. Dass die Amerikaner ja alles etwas größer feiern als wir ist ja bekannt, doch dass alle so verrückt werden hätte ich echt nicht gedacht. Es gibt extra Läden, wie Spirit Halloween, die nur im Oktober geöffnet sind und den Rest des Jahres geschlossen haben. Doch das war noch nicht alles. Nein, es gibt natürlich auch noch überall und an jeder Ecke  Kürbisse zu kaufen und in der Schule wurde ich schon Wochen vorher gefragt, als was ich mich verkleide...

30.10.15- 31.10.15

Am Freitag Nachmittag bekamen wir Besuch von Familie aus New Zealand, die ich schon auf der Hochzeit in Arizona kennengelernt hatte. Nachdem sie ihre Zimmer bezogen hatten, denn sie würden bis Dienstag bleiben, wollten wir alle zusammen los und Kürbisse kaufen. Es gibt hier eine Farm auf der man jedes Jahr Kürbisse kaufen oder sich die Tiere angucken kann. 

Die Farm
Die Auswahl an Kürbissen war riesig, obwohl es nur noch ein Tag bis Halloween war und die meisten Leute schon ihre Kürbisse gekauft hatten.

Das ganze Feld war voller Kürbisse 

Als wir dann alle einen Kürbis hatten, haben wir uns die ganzen Tiere angeguckt. Es gab alles, Schweine, Ziegen, Pferde, Enten und Emus. Danach kamen wir auf die Idee mit der letzten Zugfahrt des Tages über die Farm zu fahren. Der Zug war aber kein normaler Zug, nein es war ein KUHZUG.
Eigentlich war er eher für kleinere oder besser jüngere Menschen gedacht, doch April und ich ließen uns nicht davon abhalten mitzufahren. Es gab verschiedene Kuhgrößen und wir setzten uns halt einfach in die größten :D

Meine Kuh

Während dem Kuhritt über die Farm hatten wir eine super Aussicht auf den Sonnenuntergang und wir hatten sehr viel Spaß!

Der Sonnenuntergang

Als es kühler wurde machten wir uns auf den Weg nach Hause und das war dann auch schon das Ende des Freitags.
Am Samstag hatte Jimmy Geburtstag, der Bruder von Lucie aus New Zealand. Um seinen Geburtstag zu Feiern, entschieden wir uns Lasertag spielen zu gehen. Ich war überraschenderweise gar nicht so schlecht, aber es war auch nicht eins meiner geheimen Talente...
Als wir wieder Zuhause ankamen, machten wir uns an unsere Kürbisse. Es war schon ein paar Jahre her, dass ich Kürbisse geschnitzt habe, aber es machte so viel Spaß, dass ich jetzt schonmal ankündige, dass nächstes Jahr in Deutschland Kürbisse geschnitzt wird!!
Obwohl ich nicht wirklich künstlerisch begabt bin, war ich ganz zufrieden mit meinem Endprodukt.

Kürbis!

Dann machten wir uns alle an unsere Kostüme. Meins war sehr unaufwendig, doch es erfüllte seinen Zweck. Für alle die es noch nicht wissen, ich war Batman!!! Als wir fertig verkleidet waren, kamen noch Freunde von Lily, um mit uns in der Nachbarschaft trick or treaten zu gehen.

Olivia und ich

Unsere Gang!

Dann ging es auch schon los; es war dunkel und unsere Kürbisse sahen spitze aus.

Halloween-Deko!

Auf unserem Weg sammelten wir ganz schön viele Süßigkeiten ein, doch das war nicht das tollste. Hier in Amerika gibt es an Halloween ein paar Menschen, die ihre Häuser schmücken und dann für alle öffnen und quasi eine Gruseltour geben. In unserer Nachbarschaft gibt es einen Mann der jedes Jahr sein Haus in solch ein "Haunted House" verwandelt. Er ist sogar so berühmt hier, dass einige Leute extra hier her gefahren kommen, um sich das Haus anzuschauen. Wir stellten uns also an und dann ging es los. Es wurden immer nur kleine Gruppen rein gelassen, um es spannender zu machen. Der Mann hatte seinen kompletten Garten geschmückt und das nicht unaufwendig. Das beste war ein Tunnel voll Nebel. Es war so nebelig, dass man seine Hand nicht sehen konnte, selbst wenn man seinen Arm nicht ausstreckte. Das gruseligste war allerdings Lenny hinter Olivia und mir, denn er erschreckte uns jedes Mal, das erste Mal dachte ich, dass es jemand Fremdes war... Als wir dann durch die Garage wieder raus kamen, erwartete uns ein Stand mit selbstgerechten Donuts. Wir bekamen also alle noch einen Donut und dann machten wir uns auf den Heimweg. Zuhause angekommen ging es dann auch bald ins Bett, denn es war schon ziemlich spät und wir alle waren müde von dem langen Tag.

Es war echt toll Halloween in Amerika zu feiern, da es hier einfach viel größer ist als in Deutschland. Jetzt freue ich mich schon sehr auf Thanksgiving, mal schauen ob das auch so schön wird, ich glaube schon!!

Montag, 2. November 2015

Eine Hochzeit in Arizona!

15.10.15- 19.10.15

Da die Hochzeit zu der wir eingeladen waren in Arizona stattfinden sollte, sind wir direkt nach der Schule losgefahren. Uns stand eine lange Fahrt bevor, um genau zu sein so um die acht Stunden... Kurz vor der Grenze sind wir in ein riesiges Unwetter geraten! Ich habe ungelogen noch nie so viele Blitze gesehen. Um euch mal einen Überblick zu geben, wie viele es waren, müsst ihr euch folgendes vorstellen: Nach ungefähr 20 Minuten in dem Gewitter haben wir angefangen Blitze zu zählen, wir kamen bis 600 in nur 45 Minuten! Danach wurde es uns zu dumm, denn es war noch lange kein Ende in Sicht... Wir fuhren nochmals bis zu einer halben Stunde und dann hatten wir es geschafft und waren aus dem Unwetter raus. Also wenn man sich jetzt mal vorstellt, wie viele Blitze es insgesamt waren, kommt man schon so auf 1000. Nicht nur die Autos sind größer in Amerika, sondern auch die Gewitter :D. Bis auf die letzten 20 Minuten in dem Unwetter haben wir keinen einzigen Regentropfen gesehen, doch dann ging es los! Es regnete so stark, dass wir nicht einmal mehr die Straße sehen konnten. Anhalten, war allerdings auch keine gute Option, da wir ja nicht das einzige Auto auf der ganzen Straße waren, darum fuhren wir einfach weiter, ich hatte echt Schiss, war allerdings auch nicht die einzigste die Angst hatte. Als wir dann endlich in Tempe angekommen waren, war es mitten in der Nacht und wir alle waren müde von der langen Fahrt. Tempe ist eine kleine Stadt, die fließend in Arizona's Hauptstadt Phoenix übergeht. Wir fielen alle sehr müde ins Bett und ich war schon sehr gespannt auf die anderen Tage. 
Der nächste Tag begann mit einem Frühstück mit der ganzen Familie. Ich lernte April's Schwester und Cousins kennen. Alle waren super lieb und wir hatten sehr viel Spaß. Danach ging es in die Stadt und wir sind ein bisschen gebummelt. Das lustige an dem ganzen war, dass es einen Haboob gab. Für alle die nicht wissen was ein Haboob ist, es ist ein Sandsturm, nicht so selten in Arizona. In Tempe war der Sturm allerdings nicht so stark, wie es angesagt wurde. 

Das war quasi das Lebensmotto in Tempe

Als es dann Abend war, sind wir alle in eine Pizzarestaurant gegangen und Pizza gegessen (wer hätte das gedacht :) Das beste im dem Restaurant war allerdings die Musik und Olivia und ich hatten sehr viel Spaß. Wir hätten sogar Geld verlangen können, für unsere musikalische Begleitungen. Wir sind nicht so spät ind Bett, da am nächsten Tag die Hochzeit auf dem Plan stand und der Haboob uns ziemlich ausgelaugt hat...
Frühstück haben wir auf dem Zimmer gegessen und dann ging es erstmal an den Pool. Es war nicht so heiß aber eine Abkühlung war trotzen ganz gut! Dann haben wir alle nacheinander geduscht und uns für die Hochzeit fertig gemacht. Zur gesamte Veranstaltung sollte bis zu 250 Leute kommen und ich kannte so um die 15:D 

Vor unserem Hotel 

Wir wurden dann mit Bussen zu der Hochzeit gefahren und dann ging es auch schon los. Die Trauung dauerte so um die 3 Minuten. Ja es war wirklich so kurz, doch in dieser kurzen Zeitspanne, hat es ein Mann geschafft seine Hose in Brand zu setzten und das lustige an der ganzen Situation war, dass er eine Prothese hatte und es noch nicht einmal gemerkt hat!! Als der Brand gelöscht war, konnte es weiter gehen. Als die 3 Minuten um waren, haben Olivia und ich uns auf eine Mauer gesetzt und einfach ein bisschen geredet, da sie auch so gut wie keinen kannte. 

Alle Gäste

Dann hat es doch tatsächlich angefangen zu regnen. Für die Amerikaner (aus Arizona und Kalifornien) war das natürlich ein großes Spektakel. Dann gab es Essen, ich hatte einen Hamburger :) Als wir "Kinder" fertig gegessen hatten, wurden wir dann nach Hause oder besser ins Hotel gebracht. Wir haben uns dann einen Film ausgeliehen und gechillt.

Familienfoto

Der nächste Tag sollte etwas mehr touristisch zugehen und wir starteten mit einem Brunch. Anschließend fuhren wir also, zu der Bibliothek in Phoenix, welche sehr bekannt sein soll. Nach ungefähr 45 Minuten kamen wir dann an, doch wir standen vor verschlossenen Türen. Ja wir hatten nicht bedacht, dass sie am Sonntag geschlossen haben könnte... Sonst hat nämlich alles auch an einem Sonntag auf (Mama und Papa)! Dann haben wir uns gedacht wir sollten mal das Auto waschen, denn nach dem Haboob war es ziemlich eingestaubt. Wir fuhren also durch eine Waschanlage und als wir raus kamen, fing es an zu regnen. JA, ihr habt richtig gelesen... Es regnete auf das frisch gewaschene Auto! Um dann doch noch was aus dem Tag zu machen fuhren wir nach Old Town. Dies ist eine Stadt, gebaut im alten Westen/ Indianer Style. Es gab Ausstellungen mit ganz vielem Indianerzeug und es war echt beeindruckend. 


Kleiner Endruck der Ausstellung 

Plötzlich wurde April hektisch. wir müssten sofort Old Town verlassen und sie rannte quasi also. Ich hab echt gedacht das ist alles jetzt ein Witz. Der Grund für unseren plötzlichen Abgang war ein Hagelsturm, mit Hagelkörnern so groß wie Golfbälle. Zusatzinfo: April's Auto war um gerade neu gekauft, um genau zu sein war es 5 Tage alt. Die Angst um das fast saubere Auto war ließ uns also fluchtartig Old Town verlassen und wir flüchteten in eine Mall.

   Ich habe es gerade noch geschafft ein Foto zu machen!

In der Mall angekommen entschieden wir uns das Gewitter abzuwarten, doch dann scheuchte uns April auch schon wieder ins Auto, mit den Worten: Das Gewitter sei weiter nördlich und wenn wir uns beeilen würden, könnten wir es bis ins Hotel schaffen. Wir schafften es. Doch das war noch nicht alles, das ganze Gewitter war die ganze Zeit weiter im Norden und kam gar nicht bis zu uns, gut dass wir uns so beeilt hatten :D Wir machten uns alle über unseren Tag lustig, da es nicht wirklich wie geplant verlaufen ist. Das Abendessen verlief allerdings ohne weitere Hindernisse. Wir aßen mexikanisch und dann ginge es ins Bett.
Der Morgen unserer Abreise war der Geburtstag von Lucie, Familie aus New Zealand. Wir aßen alle zusammen und dann ging es los. Nach 7 Stunden kamen wir Zuhause an und wir alle waren echt müde... wir aßen zu Abend und dann ging es ins Bett. Der Ausflug nach Arizona und dann noch die Hochzeit war super schön und ich hatte die Möglichkeit noch mehr von Amerika zu sehen. 

ARIZONA!!