21.11.15- 27.11.15
Ihr im Hause Parise wird Thanksgiving ein bisschen anders gefeiert als sonst. Da Vegetarier ja schonmal kein Truthahn essen, fällt das typische Dinner weg. Da auch die meiste Familie weiter weg wohnt,steht auch dieses jährliche Zusammenkommen außer Frage. Damit allerdings trotzdem etwas besonderes passiert, ist es hier üblich zu verreisen. Dieses Jahr stand Portland in Oregon auf dem Plan. Wir sollten allerdings auch nicht alleine los ziehen, denn ein bisschen Familie wohnt hier in der Nähe. Genauer gesagt Tante, Onkel und Cousine.
Wir verließen das Haus am Samstag um 9 Uhr und kamen um 9:40 am BAHNHOF in Oxnard an. Ja ihr habt richtig gelesen, Bahnhof. Wir planten mit dem Zug hin zu fahren und mit dem Flugzeug zurück zu fliegen. Kurzer Überblick über die Reisezeiten.
- Bahn: 28 Stunden
- Flugzeug: 2 Stunden
Jaja 28 Stunden allerdings sollte wir eine super Aussicht auf das Meer und später die Wälder haben.
Der Zug sollte um 11:40 kommen, doch durch einen Unfall auf den Gleisen verspätete sich alles ein wenig. Der Zug vor fuhr in ein Auto und es dauerte ewig, bis die Gleise wieder geöffnet werden konnten. Um genau zu sein kam der Zug dann um 15 Uhr. Nun konnte unsere Reise beginnen. In Santa Barbara stieg dann der Rest der Familie ein. Wir richteten uns in unseren Sitzen ein und dann gingen wir zu dem Aussichtswagen. Dieser Wagen war komplett aus Glas und man konnte sehr schön sitzen und nach draußen schauen. Der Sonnenuntergang über dem Meer war traumhaft, leider waren die Fenster schmutzig, sodass die Bilder nicht ganz so gut wurden...
Der Sonnenuntergang
Als es dann dunkel war gingen wir zurück zu unseren Plätzen und aßen Pizza. Es war zwar nicht spät aber wir waren trotzdem erschöpft, also schliefen wir auch schon bald.
Unsere Sitze
Ich bin öfter in der Nacht aufgewacht und um 3 Uhr war ich dann so wach, dass ich gelesen habe, bis ich ein wenig müder geworden war.
Der nächste Morgen kam zu schnell nach der nicht ganz so entspannten Nacht... Sobald wir wach waren, gingen wir in den Aussichtswagon um die Aussicht zu genießen. Ich habe entweder gelesen oder geschlafen, doch wenn ich dann mal aus dem Fenster geschaut habe, sah ich folgendes:
Um 18 Uhr kamen wir dann endlich in Portland an!!! Nachdem wir uns in unserem Hotelzimmer eingerichtet hatten, gingen wir los um ein Restaurant zu finden, in dem wir zu Abend essen konnten. Wir landeten in einem Nudelrestaurant, in dem wir hervorragend aßen. Dann ging es auch schon ins Bett.
Am Montag starteten wir den Tag gemütlich und dann erkundeten wir die Stadt mit der Straßenbahn und zu Fuß.
Herbstliche Straßen
Eine sehr alte Kirche für Amerika
Nachdem wir uns im Hotel aufgewärmt hatten, fuhren wir in ein Waldmuseum. Es war sehr interessant und toll gemacht; perfekt für einen kalten, regnerischen Tag.
Den Tag beendeten wir mit einem Snack im Zimmer und findet Nemo.
Der Dienstag verlief fast genau so. Wir waren in einem Museum, dieses Mal über Science und den Weltraum. Nach einer Planetariumschau machten April, Olivia und ich uns auf den Weg zurück in die Stadt um zu Sephora zu gehen. Olivia, Mo (die Cousine) und ich ließen uns schminken, mal etwas anderes um sich die Zeit zu vertreiben :)
Anschließend gingen wir alle gemeinsam essen.
Fertig!
Winterliche Straßen
Am Mittwoch wollten wir alle zusammen zu der bekanntesten Einkaufsstraße fahren. Wir gingen also zu einem Straßenbahnstop und warteten auf die Bahn. Da allerdings ein Mann, vermutlich unter Drogeneinfluss völlig verrückt vor Target rumlief, kam ein Krankenwagen, der sich einfach auf die Gleise stellte. So kam natürlich kein Zug zu uns durch, was aber ohne großen Aufwand hätte geändert werden können. Direkt neben den Gleisen gab es nämlich einen Parkstreifen, auf den sich der Krankenwagen einfach hätte stellen können.
Nach etwa einer Stunde konnte die Bahn dann weiter fahren und wir machten uns nun endlich auf den Weg. Da es jetzt allerdings schon viel später war, als wir eigentlich geplant hatten, fuhren wir nicht zu der Schoppingstraße sondern zu der Pittock Mansion. Dies ist das Haus eines Gründers von Portland und seiner Frau.
Das prächtige Haus
Mit einem wunderschönen Ausblick
Anschließend bummelten wir noch durch die Stadt und dann gingen wir vietnamesisch essen.
In Portland gibt es einen Buchladen, der einen ganzen Straßenblock einnimmt und über mehrere Stockwerke hoch ist, Powell's. Dieser Laden hatte bis 23 Uhr geöffnet, also gingen wir nach dem Essen noch Bücher kaufen :)
Der 26.11 war nicht nur Thanksgiving sondern auch mein 100ster Tag in Amerika!!!
Nach dem Frühstück ging es mit einem gemieteten Auto los zu all den Wasserfällen in der Umgebung. Der schönste und auch gleichzeitig größte war der Multnomah Falls.
Unglaublich schön!!!
Danach fuhren wir nach Crown Point, einem sehr hohen Berg und genossen die Aussicht, es war fast so windig wie an der Nordsee.
Ja es war windig, und ja meine Haare zeigen es sehr gut...
Auf unserem Heimweg hielten wir in Boring an, um ein Foto mit dem Straßenschild zu machen. Dies ist auch ungefähr das aufregendste was man dort machen kann...
Boring!
Im Hotel angekommen bereiteten wir unser Thanksgivingdinner vor. Es war ein sehr schöner Tag und wir alle genossen das mal ein wenig andere Thanksgiving.
Bevor wir am Freitag los flogen, spazierten wir noch ein wenig am Wasser entlang.
Familienfoto
Nach nur 2 Stunden kamen wir dann endlich Zuhause an. Es war ein super schöner Urlaub und mein erstes Thanksgiving, war zwar anderes aber ich hätte es nicht anders gewollt!!!
Zum Schluss wollte ich mich noch bedanken! Als erstes bei meiner Familie Zuhause in Deutschland, die mich bei allem unterstützt, obwohl ich weiß, dass es nicht einfach ist sein Kind in die Welt zu schicken. Ihr habt mir ermöglicht all diese tollen und einzigartigen Erfahrungen sammeln zu können und ich weiß, dass ihr mich auch weiterhin unterstützen werdet, egal was als nächstes kommt. Auch all meinen Freunden muss ich danken. Ich kann mir sicher sein, dass ihr mich nicht vergessen werdet und mich mit Freude empfangen werdet wenn ich wieder nach Deutschland komme. Ich kann mich immer auf euch verlassen, auch wenn wir weit von einander entfernt sind. Als letztes möchte ich mich noch bei meiner Gastfamilie bedanken, auch wenn das hier in Deutsch ist, finde ich es trotzdem wichtig zu erwähnen. Ihr ermöglicht mir all diese Orte und Ereignisse zu erleben und erkunden. Ihr seid eine zweite Familie für mich geworden und ich kann jetzt zwei Orte auf der Welt mein Zuhause nennen!!!
Thanksgiving hat mir gezeigt, für was man alles dankbar sein sollte und ich finde diese Tradition sehr schön, denn sie erinnert jedes Jahr viele Menschen dankbar zu sein.