Mittwoch, 19. August 2015

Amerika ich komme!

Als ich am Wochenende vor meiner Abreise begonnen habe meinen Koffer zu packen, wurde mir bewusst es wird ernst. Ich wurde immer öfter gefragt, ob ich denn aufgeregt sei und jetzt konnte auch ich endlich antworten: "Ja ich bin aufgeregt!"
Da der Koffer nur 23 Kilo wiegen durfte, war es nicht so einfach alle seine Habseligkeiten mitzunehmen und ich musste auf manches verzichten... Allerdings war dieser Verlust gut auszuhalten.
Den letzten Abend habe ich dann mit meinen Eltern, Hannah (meinem cutie patotie) und meiner Oma verbracht. Selbst an diesem Tag kam es mir so unwirklich vor, dass ich meine Freunde und Familie für die nächsten 10 Monate nur über Skype sehen werde.
Der Morgen des 18. August verlief dann kurzfristig doch anders als geplant. Ich habe verschlafen :D Da soll mir nochmal jemand sagen, dass man vor seinem Flug unruhig schläft... Den geplanten Abreisezeitpunkt konnten wir allerdings trotzdem einhalten.
Das heißt es ging um sieben Uhr ins Auto, damit wir um neun Uhr in Frankfurt sind. Da am Tag vorher mein Check-In für den Flug von London nach New York nicht geklappt hat, sind wir als erstes an den Schalter gegangen. Dort gab es dann eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute war mein Koffer wog 22,9 kg und die schlechte war, dass es für den 2. Flug keinen Sitzplatz mehr gab und ich "Standby" flog. Mir wurde zwar versichert, dass man keine Minderjährigen stehen lassen durfte, allerdings hat es mich trotzdem beunruhigt...
Um halb zehn war dann der Punkt gekommen, auf den ich mich am wenigsten gefreut hatte. Der Abschied.
Nachdem ich mich von alle meinen Lieben verabschiedet hatte ging es ins Flugzeug. Unser Flieger sollte voraussichtlich um 10:55 starten verspätete sich allerdings um 40 Minuten. Das Gefühl als wir abhoben war unbeschreiblich, es war zum einen Vorfreude und Aufregung und zum anderen drängte sich mir die Frage auf, ob dies wirklich die richtige Entscheidung gewesen war. Nach den ersten paar Minuten hatte sich allerdings die Frage von selbst beantwortet: Es ist die richtige Entscheidung, denn wer will denn nicht andere Kulturen kennen lernen oder eine andere Sprache perfekt beherrschen? Genau, vielleicht wollen es manche Menschen nicht, doch ich gehöre nicht zu ihnen!
Der Flug dauerte ungefähr 1 Stunde und 40 Minuten.
In London angekommen musste ich mich erstmal um meinen Sitzplatz kümmern. Dies ging zum Glück erstaunlich gut und es stellte sich heraus, dass die ganze Aufregung völlig umsonst gewesen war.
Der Abflug nach New York war um 13:10 (englische Zeit- 1 Stunde hinter deutscher Zeit).
Wir flogen ca. 7 Stunden, doch das war gut auszuhalten. Als wir dann ungefähr um halb 4 (New Yorker Zeit- 6 Stunden hinter deutscher Zeit) landeten waren wir alle geschafft aber voller Vorfreude und Erleichterung, dass wir die erste Hürde auf uns genommen hatten. Es dauerte noch einmal eine Stunde bis wir durch den Zoll und die Einwanderungskontrolle gekommen waren, doch dann wurden wir von vier EF- Betreuern mit Plakaten und Jubel empfangen. Leider mussten wir dann wieder eine Stunde in der Flughafenvorhalle auf den Bus warten.
Um halb 6 kam er dann  und wir konnten zu unserer Unterkunft für die nächsten Tage fahren, welche die Hofstra University ist.
Auf unserem Weg sahen wir schon viele neue und uns noch unbekannte Sachen, wie die typischen Schulbusse, die kleinen Häuschen mit ihren Vorgärten, die riesigen Autos oder die ganzen amerikanischen Flaggen an fast jedem Haus. In der letzten Kurve ging leider eine der Ladeklappen des Busses auf und einige Koffer fielen auf die Straße... Meiner war zum Glück nicht dabei!
Dann hieß es einchecken, essen, Zimmer beziehen und DUSCHEN!!!  So langsam wurde ich dann auch müde denn in Deutschland war es schon halb 4 NACHTS, als ich endlich schlafen gegangen bin (hier war es erst halb 10- 6 Stunden hinterher).
Der nächste Tag begann für mich um halb 6 (in Deutschland halb 12). Ich konnte dann leider auch nichtmehr schlafen und wartete bis 8 Uhr um frühstücken gehen  zu können.
Darauf folgten viele verschiedene Workshops zu Heimweh, Kultur Schock oder der Problemlösung in der Gastfamilie. Nach dem Abendessen gab es ein Treffen mit einigen ehemaligen Austauschschülern, um all unsere Fragen zu klären.
Morgen werden wir den Tag in NYC verbringen, worauf ich mich schon sehr freue!

Zu dem weiteren Verlauf dieses Blogs kann ich noch nicht so viel sagen... Ich werde mein bestes geben öfter etwas zu schreiben, kann allerdings nichts garantieren. Aber für's erste, sollte es reichen.
Wenn ich es hinbekomme folgen noch Bilder :D

3 Kommentare:

  1. Hallo Johanna, toll das du so ausführlich schreibst. Viel Spass weiterhin und ich bin schon gespannt auf das eine oder andere Foto.

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  2. Hey Johanna, du bist eine unterhaltsame Reporterin! Es ist ein tolles Erlebnis dich bei diesem Abenteuer in Gedanken und hier auch als Leser begleiten zu können. Es weckt viele großartige Erinnerungen in mir und ich freue mich megamäßig für dich, dass du das auch erleben kannst und deine lieben Eltern es dir ermöglichen (konnten). Pass auf dich auf und genieße in vollen Zügen! Wir sind stolz auf dich!

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  3. Yeah, ich bin berühmt, über mich wird im großen Internet geschrieben...! "liebe Eltern..." :-)))))

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