Am 25.08 hatte ich nämlich einen Termin bei der Direktorin, um meine Fächer zu wählen. Da es von der Organisation EF vorgeschrieben ist, US Government, US History und English zu nehmen, hatte ich noch drei Stunden, die ich mit Fächern füllen musste. Ich entschied mich für Mathe, Mass Media und Psychologie. Es hätte noch sehr viel andere Kurse zur Auswahl gegeben, doch diese schienen für mich, als wären sie eine gute Wahl. Während die anderen ihren Termin hatten, führte uns Peters Freundin durch die Schule und verschaffte uns einen ersten Überblick.
Danach gingen Wendy, Sasja, Patrick und ich zu der Sportkoordinatorin. Sie ist dafür zuständig, den Schülern, die an einem Sport teilnehmen möchten, alle wichtigen Papiere zu geben, die dann ausgefüllt wieder an sie zurück gehen. Ich entschied mich dafür, dem Schwimmteam beizutreten, oder es wenigstens zu versuchen. Da nicht alle Sportarten gleichzeitig laufen, sind sie in verschiedene Perioden eingeteilt. Das Schwimmteam trainiert, in diesem Fall, im Frühling. Ob ich nun in der Mannschaft bin entscheidet sich leider erst dann, aber ich hoffe auf das Beste.
Als wir alle wichtigen Unterlagen und Termine erledigt hatten, fuhren wir mit Patrick zu uns nach Hause und warteten auf Wendy, die noch eine andere Austauschschülerin, Aimee aus Österreich, zu uns holte.
Anschließend gingen wir alle mit Peter und seiner Freundin ins Kino, denn es war 5$ Tuesday. 5$ Tuesday ist der Tag, an dem ein Film nur 5$ kostet (wer hätte das gedacht!?). Wir sahen uns Mission Impossible an, was erstaunlicherweise sehr gut zu verstehen war. Allerdings konnten wir bei den Lachern zwischendrin nur über uns selbst lachen, da wir absolut keinen Plan hatten, was gerade so amüsant gewesen war. Trotzdem haben wir alle den Film genießen können.
Nachdem wir wieder Zuhause waren, entschlossen wir uns dafür zu dem Frozen Jogurt Lädchen zu gehen um unseren Tag schön zu beenden.
Als alle abgeholt waren kochte Wendy Kartoffeln mit Fisch und wir aßen gemeinsam zu Abend.
Ich wurde schon immer aufgeregter wegen des folgenden Tages und ich muss sagen, es war nicht nur positive Nervosität...
Am 26.08 wachte ich auf und mir viel sofort ein von was ich geträumt hatte. Von der Schule. Es hat mich so sehr beschäftigt, wie es wohl ablaufen wird, dass ich sogar die ganze Nacht davon geträumt habe...
Nach einem nicht sehr entspannten Frühstück ging es dann los! Sasja und ich waren aufgeregt und wir fühlten uns nicht sehr wohl, doch wir sagten uns, dass es bestimmt toll wird.
Auf dem Weg zur Schule
Die Musik hörte man schon lange bevor man überhaupt den Raum sah, aus dem sie kam. Welcher Raum war es? Genau, meiner. Ich ging also in dieses Klassenzimmer aus dem die Musik nur so dröhnte und setzte mich an einen Tisch neben ein Mädchen, welches sehr nett war. Wir unterhielten uns kurz, doch dann fing auch schon der Unterricht an. Ich wurde mit Informationen überschüttet und konnte kaum dem folgen, was uns gesagt wurde... Ich kann euch sagen, es fühlt sich echt nicht gut an, wenn man da sitz und bei jedem zweiten Satz denkt, dass war jetzt mit Sicherheit wichtig, nur was hat er gesagt? Und leider ging es mir die ganze Stunde so.
Als dann unser Lehrer mit einem Pretest rausrückte, rutschte mir mein Herz endgültig in die Hose! Von 6 Fragen habe ich eine beantwortet und die auch noch falsch! Ein Hoch auf meine Allgemeinbildung... Naja wahrscheinlich hätte ich den Test eh nicht lösen können, aber man weiß ja nie. Nach 95 Minuten hatte ich dann die erste Stunde in meiner neuen Schule überlebt und ich ging in die Bücherei, um mir meine Bücher zu besorgen.
Als nächstes stand English auf meinem Stundenplan. Glücklicherweise hatte ich diesen Kurs mit Patrick zusammen, was sich aber schleunigst wieder ändern sollte, wie ihr nachher noch lesen werdet. Wieder gab es Infos über Infos und dann ging es auch schon los. Wir mussten zu zwei Statements eine Antwort verfassen mit je 200 Wörtern. Richtig gehört, JE 200! Ich machte mich also an meine Aufsätze und war erleichtert als es zur Pause klingelte.
Patrick und ich aßen mit Sasja gemeinsam unser Lunch und erzählten von unseren ersten Erlebnissen und Eindrücken.
Die Pause war schneller vorbei als wir dachten und dann ging es weiter zu Mathe. Auch diese Fach sollte ich mit Patrick haben. Der Lehrer war sehr lieb und ich fühlte mich wohl in seiner Klasse, doch als der Unterricht begann, ging es bergab... Ich verstand rein gar nichts! Es fing bei der Aufgabenstellung an und ging bis in die Mathematik hinein. Leider erklärte unser Lehrer nur sehr wenig und wir waren die meiste Zeit auf uns allein gestellt.
Während der Stunde kam ein Mann rein, der mich zu der Direktorin schickte. Als ich dort ankam, stellte sich heraus, dass sie Patrick und mich aus Versehen in die falsche Englischklasse gesteckt hatte. Ich werde also morgen ab morgen einen anderen Kurs haben!
Als ich zurück in meinen Matheunterricht kam, waren alle am rechnen und ich hatte keine Ahnung was ich tun sollte und fühlte mich hilflos. Nicht das das nicht ausrichte, nein, uns wurde dann auch noch verkündet, dass wir Freitag unseren ersten Test schreiben würden! Dann klingelte es. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie erleichtert ich war :D!
Wir wurden von Wendy abgeholt und gingen auf dem Rückweg für unser Abendessen einkaufen. Es sollte Burger geben.
Eigentlich war der erste Schultag nicht so schlimm, wie es sich jetzt vielleicht anhören mag, aber der schönste Tag meines Lebens war es mit Sicherheit auch nicht.
It's not right, it's not wrong, it's just different wurde uns gesagt und es stimmt!!!

Hey Süße, ich hoffe, dein zweiter Tag in der Schule war besser und du hast ein bisschen mehr verstanden! Lass dich nicht unterkriegen, das braucht nur ein bisschen Zeit und dann steckst du die da drüben genau so in die Tasche wie hier :-)
AntwortenLöschenIch mag deinen Blog <3
Ja der zweite und auch der dritte waren schon um längen besser, aber vielleicht kommt morgen noch ein neuer Post (muss allerdings noch schauen ob ich Zeit hab) deshalb will ich mal noch nicht zu viel verraten!
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